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Dieses Mal war der Urlaub zwei geteilt.
Über Genua ging es nach Bastia und dann in vier Tagen nach Bonifacio.
Auf Sardinien besuchten wir dann den Nordwesten und den Osten der Insel. Von Olbia führt uns die Fähre wieder nachGenua zurück.

Da auch der Urlaub zwei geteilt war, so habe ich auch diese Seiten aufgeteilt.
Viel Spaß!

 

Korsika
Korsika
Sardininen
Sardininen

 


 

 

Korsika/Sardinien
(14.09.-28.09.2002)

Samstag 14.09.2002

 
Schon zum zweiten Mal diese Jahr stehen wir im Hafen von Genua. Es soll zwar wieder nach Sardinien gehen, doch dieses Mal machen wir einen ‚kleinen’ Umweg über Korsika.


Abfahrt der Fähre nach Bastia im Hafen von Genua

Das Wetter ist einwandfrei und gegen Mittag erreichen wir Bastia.
Mittlerweile ist es schon richtig warm geworden, und bei der ersten Gelegenheit wird auch rein klamottentechnisch auf Sommer umgestellt.Als tolle Halbtagestour machen wir uns auf den Weg um das Cap Corse. Um immer einen guten Blick aufs Meer zu haben, geht es ab Bastia gleich rechts auf die D80. Alles einwandfrei ausgeschildert.
Die Strecke ist an der Ostküste sehr gut befahrbar.
Man kann ja leider nicht direkt den Nordzipfel des Cap Corse befahren, da sich die D80 ca. 7km vorher links durch die Berge bis an die Westküste schlängelt.
Ab hier ändert sich auch der Straßenzustand. Der Belag ist sehr wellig, sie wird ein gutes Stück schmäler und bedeutend kurvenreicher. Ist ja eigentlich nichts negatives, jedoch sind die Kurven sehr eng und unübersichtlich, daß man nur noch sehr langsam vorwärts kommt, will man einigermaßen sicher sein Ziel erreichen.


Blick ....


.... tiefer Blick

In der Nähe von Saint Florent finden wir den CP Kaliste (***).
Viel haben wir schon von gesalzenen Preisen gehört. Der Platz kostete für 2 Personen, 2 Motorräder und ein Zelt 17,70 €. Schon recht heftig, wenn man noch das Abendessen auf dem CP dazu rechnet war es eine recht teure Übernachtung.

Auch von Diebstählen, gerade von Motorrädern, gibt es ja wahre Horrorgeschichten. So haben auch wir einige Kilos an Ketten dabei, und es dauert jeden Abend bestimmt eine halbe Stunde bis die Motorräder so stehen, daß man jeweils das Vorderrad des einen mit dem Hinterrad des anderen verbinden kann.

 

Sonntag 15.09.2002

Mit großer Beruhigung stelle ich am Morgen fest daß die Mopeds noch genau da stehen, wo wir sie gestern abgestellt hatten. So machen wir uns nach dem Frühstück wieder mit Sack und Pack auf den Weg. Bei Oletta die erste Pause an einer Kirche. Es wurden wohl die gleichen Baumaterialen verwendet wie bei einer Kirche auf Sardinien, dazu dort später mehr.
Ein sehr schöner Abstecher, wie ich finde, ist die Gorges de l‘Asco. Eine fast 30km lange Sackgasse. Am Ende erreicht man Haut Asco, auf ca. 1400m.
Bei Asco findet man die Genueser Brücke. Es gibt da zwar einen Weg Richtung Asco, ist man jedoch auf der anderen Seite des Baches ist kein Weg, nicht mal ein Trampelpfad ersichtlich, nur Berge!
Wozu wohl diese Brücke gedient hat?


Die 'Genueser Brücke'

Wieder zurück auf der N197 geht es Richtung Norden.
Die Hauptroute folgt der N1197 Richtung Küste, doch wir fahren auf der N197 weiter. Autofahrer die uns entgegen kommen winken uns zu, warum? Radarkontrolle? Ich mache langsam und schnell sehen wir was los ist. Ein Baum ist umgestürzt und liegt mitten auf der Fahrbahn.Kaum sind wir da, kommen auch schon Autos auf der anderen Seite angefahren. Ich schaue mir die Wiese links am Bachbett an, kein Problem für unsere Mopeds. Zum Glück, sonst wäre die ganze Tagesplanung im A…. gewesen und wir hätten eine bedeutend langweiligere Strecke fahren müssen.
Bei Lozari erreichen wir die Küstenstraße, und folgen dieser dann bis Calvi zum CP Castor (?). Er liegt in Laufnähe zur Altstadt, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist.


Blick auf die Altstadt und die Zitadelle von Calvi

Wir schlendern gemütlich über den Strand bis zum Hafen und durch die kleinen Gassen der Altstadt. Wir finden ein kleines Restaurant in einer Seitengasse. Dort ist es nicht ganz so teuer wie direkt am Hafen.

 

Montag 16.09.2002

Viele Kilometer haben wir uns ja noch nicht Richtung Süden bewegt, und so folgen wir heute dem westlichen Küstenverlauf.

Am Punta di Ciuttone hat man einen herrlichen Blick auf die Küste.

Der absolute Höhepunkt aber ist die 11km lange Fahrt durch die Calanche. Leider weiß das wohl jeder, und so schleichen wir mehr als das wir fahren. Trotz allem muß man das mal gesehen haben.


Die atemberaubende Straße durch die Calanche

Weiter geht es entlang der Küste, immer der D81 folgend, Richtung Ajaccio. Die Stadt lassen wir Rechts liegen und folgen der N196 ins Hinterland bis Propriano. Natürlich hätte man auch über kleinere Straßen weiterfahren können, aber ich war froh endlich mal eine, durchaus kurvenreiche, Strecke zu fahren auf der man ohne Reue am Gas drehen konnte. Die D81 ist eine sehr schmale und verwinkelte Straße. Vor jeder Kurve mußte ich auf der Hut sein, daß mir kein LKW oder PKW zu weit auf der eigenen Fahrbahnseite entgegen kommt.

Lange suchen wir einen CP der in der Nähe der Stadt ist. Da wir keinen gescheiten finden, kaufen wir eben ein paar Sachen ein und nehmen den CP nördlich der Stadt. Leider habe ich den Namen vergessen, doch er liegt genau an in einer engen Kurve direkt an der N196, also nicht zu verfehlen. Man merkt auch hier daß es vor nicht allzu langer Zeit stark geregnet haben muß. Überall sind noch die selbst gebuddelten Abflußgräben zu sehen.
Des einen Leid ist des anderen Freud. So haben wir das Glück ein recht grüne Insel vorzufinden, was durchaus nicht normal zu dieser Jahreszeit ist.

 

Dienstag 17.09.2002

Weit ist es ja eigentlich nicht mehr bis Bonifacio, aber der Weg ist ja schließlich das Ziel. So folgen wir nicht mehr der N196, sondern schlagen uns über die D119 in die Berge. In einem kleinen Dörfchen finden wir ein kleines Café und frühstücken erst einmal.
Weiter geht es über die D69 bis Aullène nach Sorbollano und auf der D20 bis nach St. Lucie. Über die D69 erreichen dann wieder die N196 und folgen erst jetzt ihrem Verlauf bis Bonifacio.
Zum Glück sind wir einigermaßen früh in Bonifacio, denn das kleine Hafenstädtchen hat durchaus Charme. Wir suchen uns ein kleines Restaurant am Hafen und genießen das Treiben der vielen Besucher.Der Ablegeplatz unserer Fähre liegt der direkt unterhalb der Zitadelle. Während Ulli die Motorräder bewacht mache ich mich auf den Weg um noch ein paar Bilder zu machen.

 


Der Hafen von Bonifacio


Blick auf Bonifacio vom Meer aus

Kurzinfo:
Fähre:
Die Fährtickets haben wir uns noch kurzfristig bei Moby Lines in Wiesbaden geordert. 
a) Genua-Bastia: 58,90 €
b) Bonifacio-Santa Teresa: 22,70 €
c) Olbia-Genua: 61,70 €
Die Kosten jeweils für eine Person und Motorrad. a) und b) Tagesfahrt. c) Nachtfahrt mit Pullman Sitz

Karten:
Korsika = Frankreich = Michelin Karte 
345 Corse-du-Sud, Haute-Corse 1: 150 000 ISBN 2-06-100406-7
Die Generalkarte: Korsika 1: 200 000 ISBN 3-89525-208-5 6,50 €

Literatur:Da wir nur kurz auf Korsika waren auch nur zwei kleine Reiseführer
Korsika Alfred Müller ISBN 3-00-005511-8 Wie auch der Sardinienführer nur sehr bedingt zu empfehlen
Korsika Natalie John – Serie Polyglott on tour - ISBN 3-493-58800-3 7,95 €Praktischer, natürlich nicht allzu umfangreicher Reiseführer für unterwegs. Kleine, aber nicht schlechte Karte inklusive.